Schulchronik

1907
Juli 12

Eine neue Schule

Eine neue Schule
Der Bau des Schulhauses wurde vom Wiener Gemeinderat am 12. Juli 1907 beschlossen und schon im November erfolgte die Baubewilligung. In kurzer Zeit (die Bauzeit betrug lediglich 10 Monate!) war das “stattliche Doppelgebäude” in der Herbststraße 86 fertig, sodass im September 1908 der Unterricht in allen Klassen begann. Die Baukosten betrugen mehr als eine halbe Million Kronen (heute €2,1 Millionen).
1908
November 7

Einweihung

Einweihung
Am 7.November 1908 erfolgte die feierliche Einweihung des neuen “Schulpalastes” Herbststraße 86 – Koppstraße 75 durch Bürgermeister Dr. Karl Lueger. 1516 Schülerinnen besuchten die Mädchen-Volksschule, die im westlichen Teil des Südtraktes untergebracht war (heute VBS Herbststraße 86).
1911
September 18

Teuerungsdemonstration

Teuerungsdemonstration
Schulen wurden gestürmt, Straßenbahnen umgestürzt, Geschäfte geplündert. Es gab zahlreiche Festnahmen, über 80 Verletzte und ein Todesopfer. Auch unser Schulekomplex wurde bei den Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Exekutive in Mitleidenschaft gezogen.
1914
Juli 28

1. Weltkrieg

1. Weltkrieg
Die Schule wurde zum Vereins – Reservespital umfunktioniert. Der heutige VS-Turnsaal wurde als Krankensaal verwendet.
1927
September 5

Neue Schulbücher

Neue Schulbücher
Schulbücher mussten damals selbst gekauft werden. Familien hatten die Möglichkeit gebrauchte Bücher aus der Schülerlade zu beziehen und am Ende des Schuljahres in bestmöglichem Zustand wieder an die Schülerlade zu retournieren. So wurden manche Bücher über ein Jahrzehnt genutzt. Die Gemeinde Wien schenkte seit dem Ende der Monarchie jedem Wiener Schulkind die erste Schulfiebel, sowie auch das erste Rechenbuch.
1931
September 7

30er Jahre

30er Jahre
Erstkommunion 1931. In diesem Jahr sank die Schülerinnenzahl auf 365. Am Ende der 30er Jahren gab es nur 6 Klassen mit 198 Schülerinnen. Am 1. Februar 1939 war der Bau des Standesamtes 26 an unserer Schule. Die 1. – 3. Klassen übersiedelten in die Knaben-VS Grubergasse 6, die 4. – 7. Klassen in die VS Kernstockplatz.
1945
Mai 12

Zerstörung

Zerstörung
Am 12. Mai wurde das Schulgebäude durch die Explosion einer entschärften Bombe so arg beschädigt, dass an eine Verlegung des Unterrichts dorthin nicht gedacht werden könnte. Das Inventar war vollständig vernichtet und zertrümmert. Erst 1954 war das Schulgebäude wieder bezugsfertig.
1946
November 11

Übersiedlungen

Übersiedlungen
Wegen Heizeinsparungen wurde der Unterricht erst in die Schule Kreitnergasse 32, in November 1946 in die Koppstraße 75 verlegt. Wegen großer Kälte, mangelnder Beheizung und fehlender Fenster erfolgte die Übersiedlung in die Schule Liebhartsgasse 19 in Dezember und die Rückkehr in die Koppstraße 75 in Mai 1947. In Oktober wurde die Schule Kreitnergasse 32 von der französischen Besatzungsmacht freigegeben und unsere Schule übersiedelte dorthin. Der Lehrkörper klagte über dunkle Gänge, finstere Klosetts, Überfüllung der Klassen,..Read More
1953
Juli 2

Rückkehr in die Herbststraße

Rückkehr in die Herbststraße
Eröffnung der neuen Schule Herbststraße. Es gab Fließwasser in jeder Klasse und praktische Tafeln. Am 7. September sind SchülerInnen und LehrerInnen “nach zehn obdachlosen Jahren” zurück in die Herbststrasse 86 eingezogen. Alle 12 Klassen waren Versuchsklassen. Am 14. Mai 1955 fand ein Klassenfeiern zur Staatsvertragsunterzeichnung statt. Am 25. Oktober 1955 sind die letzte Besatzungstruppen abgezogen.
1960
Januar 1

60er Jahre

60er Jahre
November 1961 wurde das Konferenzzimmer mit Vorhängen, einer Garderobe, Ladenkästchen und einer Kochnische modern gestaltet. Im Schuljahr 1962/63 wurde zum ersten Mal eine Vorschulklasse für Mädchen und Buben eingerichtet. Am 21. September 1964 wurde die Renovierung des Schulhauses fertiggestellt. In den beiden 1. Klassen saßen je 36 Kinder. Im nächsten Schuljahr wurden Sprach- und “Legastheniker”kurse gehalten.
1970
Januar 1

70er Jahre

70er Jahre
Ab Schuljahr 1971/72 sind wir eine Volksschule für Knaben und Mädchen. Im Schuljahr 1976/77 findet Muttersprachlicher Zusatzunterricht für jugoslawische SchülerInnen zum ersten Mal statt. In der Schulwartwohnung gab es einen Kaminbrand, der Boden im Lehrerzimmer wurde dadurch beschädigt. Nach einer Elternbefragung wurde die Fünftagewoche ab dem Schuljahr 1979/80 beschlossen.
1980
Januar 1

80er Jahre

80er Jahre
Im Sommer 1980 begannen Renovierungsarbeiten. In November 1980 musste die Schule wegen eines Kabelbrandes geräumt werden. Am 17. Dezember 1981 war die Schulrenovierung an der Außenseite beendet. Alle Klassen bekamen neue Möbel. Ab dem Schuljahr 1988 gab es, damals noch als Schulversuch, eine Integrationsklasse an der Schule. Es folgten in den späteren Jahren noch andere Integrationsklassen.
1991
September 2

Sprachprojekte

Sprachprojekte
Im Schuljahr 1995/96 begann das Schulversuch “Vienna Bilingual Schooling.” 1997 wurde die VBS Herbststraße 86 Koordinationsschule des EU-Projekts “Comenius 1” (Sokrates). 1998 erhielt unsere Schule das “Europäische Siegel für innovative Spracheninitiativen”. “Palloncino” Italienisch ab der Grundstufe I gab es an unserer Schule von 1997 – 2001. Mit dem Schuljahr 2003/04 startet das Projekt “Arco Iris – Spanisch ab der 1.Schulstufe.”
2001
September 3

Umbenennung

Umbenennung
In der Schulkonferenz wurde beschlossen, die Volksschule Herbststraße nach der international berühmten und anerkannten Sozialpsychologin Marie Jahoda zu benennen. Im Vorfeld der Namensgebung setzten sich die Kinder und die LehrerInnen der Schule mit dem Leben und Wirken von Marie Jahoda auseinander und versuchten die, auch heute noch brenned aktuellen, Erkenntnisse aus Jahodas Forschung für Volksschulkinder greifbar aufzubereiten. In einem mehrtägigen Festakt erfolgte Jänner 2003 die feierliche Umbenennung der Schule.
2017
Juli 1

Schule für ein neues Jahrhundert

Schule für ein neues Jahrhundert
Im Bezirksbudget für das Jahr 2017 wurde eine Million Euro für einen neuen Zubau veranschlagt. Mit der Errichtung neuer Klassen-, Unterrichts- und Gruppenräume sowie einer Bibliothek wurde ein modernes Lernumfeld für die Kinder geschaffen. Mit dem Zubau wurde die VS Herbststraße barrierefrei: Ein Aufzug sowie eine Zufahrtsmöglichkeit für den Transport von Kindern mit besonderen Bedürfnissen wurde eingebaut, die WC-Anlagen wurden instandgesetzt.  
2019
September 2

Offene Volksschule

Offene Volksschule
Seit dem Schuljahr 2019/20 ist die Volksschule Herbststraße auch eine offene Volksschule. SchülerInnen haben die Möglichkeit, auch den Nachmittag in unsere Schule zu verbringen. Die Nachmittagsbetreuung wird bei Bedarf bis 17:30 Uhr angeboten und beinhaltet Mittagsessen, Entspannung und verschiedene Freizeitaktivitäten.